igel&schutz

Schutz im Zusammenhang mit igel & schutz steht für Erhaltung und Förderung eines gesunden Lebensraumes der Igel und der Aufklärung der Bevölkerung für einen artgerechten Umgang mit dem Wildtier! 

Wichtige allgemeinde Informationen

  • Igel sind Wildtiere.
    Es ist verboten, die Tiere lebend in Gewahrsam zu nehmen.
  • Die Pflege von Igeln ist bewilligungspflichtig.
  • Wer einem Igel hilft, übernimmt Verantwortung für das Tier und muss die Kosten selber tragen.
  • Hilfsbedürftige Igel gehören grundsätzlich in die Hände von Fachleuten.
  • Igel aber auch Igeljunge verlassen oft untertags für kurze Zeit das Nest. Sie finden alleine wieder zurück und sind unbedingt in Ruhe zu lassen.
  • Igel sind sehr orientierungstreu, weshalb es ihm am Fundort am besten ergeht.
  • Viel wichtiger als das künstliche Überwintern ist für das Überleben der Art, dass jene Tiere, die den Winter überleben, im Frühling wieder einen Lebensraum vorfinden, der ihnen ein rasches Wiedererlangen der Kräfte, eine ungefährliche und ungehinderte Suche nach einem Partner ermöglicht, sowie Unterschlupfe für die Jungenaufzucht und für Ruhephasen bietet. 
  • Bester Igelschutz ist der Schutz ihres Lebensraumes.

So leben Igel

Im Jahresverlauf besiedeln Igel-Männchen eine Fläche von ca. einem Quadratkilometer, Weibchen fünf bis elf Hektaren (7 bis 15 Fussballfelder). Mehrere Igel können sich das Revier teilen, da die Tiere Artgenossen tolerieren. Sie legen innerhalb ihres Territoriums beträchtliche Distanzen zurück. In einer Nacht bis zu 1,5 km. 

Igel werden durchschnittlich vier bis fünf Jahre alt. Ein Weibchen bringt pro Wurf vier bis sieben Junge zur Welt. Drei Viertel davon überleben jedoch nicht einmal das erste Lebensjahr. 

Igel machen einen Winterschlaf, der bei uns etwa von Ende Oktober bis April dauert. Sie bauen für die Winterruhe ein Nest aus Reisig und Laub. Sie nehmen während dieser Zeit keine Nahrung zu sich und verlieren 20 - 40% ihres Gewichts. Deshalb müssen sie sich vorher Fettreserven aneignen.

Vorgehen beim Auffinden verletzter Igel oder Igelbabies

Hilfe brauchen nur ernsthaft verletzte, kranke Igel (offensichtliche äussere Verletzungen, apathisch, mager, röchelnder Atem, Zittern, eingefallene Augen) oder Igelbabies. 

Findet man blinde Igeljunge (Alter dann etwa 14-18 Tage) und zeigt sich auch nach mehrstündiger vorsichtiger Beobachtung kein Muttertier, dann kann man davon ausgehen, dass es sich wirklich um Waisen handelt.

Man muss sich aber bewusst sein, dass solchen Tieren nur selten noch geholfen werden kann. 

Es ist in jedem Falle zu bedenken, dass die Bereitstellung igelgerechter Lebensräume dem Schutz weit mehr dient als die Pflege von schwachen und kranken Tieren, deren Überlebensaussichten ohnehin gering sind. 

Haben Sie den Verdacht, dass ein Igel krank oder verletzt ist, bitte nicht mit blossen Händen anfassen. Nehmen Sie Handschuh oder Tuch. 

Legen Sie den Igel in eine grosse Kartonschachtel, die sie vorher mit Zeitungspapier ausgelegt haben. 

Notieren Sie sich genauen Fundort und Fundzeit und setzen sich so rasch als möglich mit einem Tierarzt oder dem Tierschutz beider Basel in Verbindung.

Tipps für den Igel-Lebensraum

  • Der Igel ist ein Wildtier und nicht auf menschliche Hilfe angewiesen.
    Keine Igel einsammeln.
  • Igel bevorzugen im Siedlungsraum reich gegliederte Gärten und Parks mit verwilderten Hecken.
  • Gebüsche und Hecken aus einheimischen Sträuchern, Baumwurzeln und Schuppen bieten den nachtaktiven Tieren tagsüber Deckung  und den Weibchen für die Jungzucht Unterschlupf.
  • Holzstapel, Laub- und Reisighaufen ermöglichen die Anlage von frostsicheren und trockenen Winterverstecken.
  • Ein Teil des Strauch-, Hecken und / oder Baumschnittes liegen lassen oder aber zu Haufen aufschichten.
  • Heckenschnitt kann unter die Hecke gekehrt werden.
  • Häufiges Mähen und Düngen von Wiesen verunmöglichen das Vorkommen einer reichen Insektenwelt. Damit fehlt den Igeln die Nahrung.
  • Aus einigen Ziegelsteinen und einem Brett eine Höhle bauen.
  • Ein Brett gegen eine Wand lehnen und mit einem Stein sichern oder einfach ein Loch in das Kompostgitter schneiden.
  • Falls ein Igel in ein Versteck eingezogen ist, keinesfalls vor Anfang Mai stören.
  • Igel verspeisen gerne Schnecken. Schneckenkörner und andere Gifte sind für Igelfreunde tabu.
  • Steilwandige Teiche oder Swimmingpools sollten über einen igelgerechten Ausstieg verfügen oder abgedeckt werden.
  • Der Igel findet sein Futter selbst. Igel mit Futter anzulocken ist falsch verstandene Tierliebe.
  • Igel finden in der Regel bis Ende Oktober ausreichend Nahrung.
    In dieser Zeit sind sie gerne auch tagsüber unterwegs und keinesfalls hilflos.
  • Jungtiere können bis Ende Dezember aktiv bleiben.
    Eine Aufnahme der Igel in menschliche Obhut darf – wenn überhaupt - frühestens Anfangs November geschehen.
  • Eine angepasste Fahrweise rettet Igel auf der Strasse.

Hilfe kommt zu spät - wohin kann man tote Igel bringen?

In der Regel können Tierkadaver an der Kadaversammelstelle der Gemeinde (Stadt) abgegeben werden. Bei vielen Gemeinden ist diese Stelle beim Werkhof angesiedelt. 

ACHTUNG:  Tote Igel gehören weder in die Kehrichtabfuhr noch in einen Grüncontainer.

BERATUNGEN

Tel. 0900 78 78 10 (ab Festnetz 2 Min. gratis, danach CHF 1.90/Min.) oder per -Mail kathrin.meier-rothtbb.ch 

Ausserhalb unserer Öffnungszeiten 

  • Meldung an die Polizei (gemäss Reglement der kant. Veterinärämter)
  • Tierärztlicher Notfalldienst Basel und Umgebung: Tel. 0900 99 33 99, Fr. 1.80 pro Minute für Anrufe ab Festnetz
  • Tiergesundheitszentrum am Blauen: Dr. med. vet. Reto Meier, Tel. 061 765 97 00

Weitere Informationen rund um den Igel finden Sie auch auf der Homepage des Igelzentrums Zürich www.izz.ch 

TIER-VERMITTLUNG

Tier-Vermittlung Tierschutz beider Basel (TbB)

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TIER GEFUNDEN/VERLOREN

Tierfundbüro Tierschutz beider Basel (TbB)

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