Antipelzkampagne

Pelz – Wenn Mord als Mode verkauft wird

In den 80er Jahren war der Pelz dank aufrüttelnder Informationen und schrecklicher Tatsachenberichte vieler Tierschutzorganisationen weitgehend von den Schweizer Strassen verschwunden. Nun ist er wieder in unvorstellbarem Ausmass zurück. Nicht so sehr als ganzer Pelzmantel, sondern vielmehr Kragen- oder Bordürenbesatz vieler Anoraks, Oberteile oder Accessoires und Schuhen, getragen vor allem von jungen Männern sowie Frauen. Ausgerechnet die Generation, welche ein Hybridauto fährt, fair produzierte Lebensmittel einkauft und sich zum Teil vegetarisch ernährt, macht das Pelztragen wieder salonfähig. Unbekümmert und ohne das vorausgegangene, unvorstellbare Leid des Tieres, dessen Pelz sie tragen zu hinterfragen. 

Unwissenheit kann indessen aufgrund der jahrzehntelangen Kampagnen der Tierschutzorganisationen nicht mehr vorgeschoben werden. Die Methoden der Pelzzüchter sind heute so grausam wie vor dreissig Jahren. Im Namen der Mode werden jeden Tag hunderttausende von Tieren auf Pelzfarmen qualvoll getötet, nachdem sie ein kurzes, elendes Leben verbringen mussten. Jeder Echtpelzkragen, jeder auch noch so kleine Pelzbesatz steht für immenses Leiden verbunden mit Entbehrung, Angst, Schmerz und einem qualvollen Tod: Pelzzüchter brechen den Tieren mit Eisenstangen das Genick, erdrosseln sie mit Drahtschlingen, verbrennen ihre Organe mit einem analen Stromschlag oder vergasen sie. Manchmal packen sie die wehrlosen Wesen auch am Schwanz und schlagen sie zur Betäubung gegen eine Wand – viele Tiere werden bei lebendigem Leib gehäutet. Pelz ist auch für die Natur eine Qual: Er muss mit giftigen Chemikalien behandelt werden, damit die Fäulnisbakterien die Tierhaut nicht zerstören. Diese Chemikalien werden in Ländern wie China, einem der grössten Pelzproduzenten, in Gewässern entsorgt, was nebst der Umwelt weitere Tiere leiden lässt. (Text: Animal Trust). 

Der Tierschutz beider Basel lancierte im Herbst 2014 zusammen mit der Tierschutzorganisation Animal Trust und weiteren Tierschutzorganisationen eine Plakataktion, um darauf aufmerksam zu machen, dass Tiere für Pelzmo(r)de schlimmste Qualen erleiden.

Verpasste Chance im Tierschutz

Die Motion für ein Importverbot von tierquälerisch erzeugten Pelzprodukten wurde am 13. Dezember 2021 mit 144 zu 31 Stimmen im Nationalrat klar angenommen. Aber im Gegensatz dazu wurde die Motion am 30. Mai 2022 im Ständerat mit 25 zu 19 Stimmen verworfen. Das Importverbot ist damit bis auf weiteres vom Tisch und die erst mangelhaft umgesetzte Deklarationspflicht soll eine weitere Chance erhalten. Wir bedauern diesen Entscheid des Ständerates und werden uns auch in Zukunft weiter für das Tierwohl engagieren.

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