igel&schutz

Wichtige allgemeine Informationen.

Igel sind Wildtiere. Es ist daher verboten, lebende Tiere in Gewahrsam zu nehmen, zumal  die Pflege von Igeln bewilligungspflichtig ist. Hilfsbedürftige Igel gehören grundsätzlich in die Hände von Fachleuten.

Wer einem Igel hilft, übernimmt gleichzeitig die Verantwortung für das Tier und muss somit die Kosten selbst tragen. Viel wichtiger als das künstliche Überwintern ist für ihr Überleben, dass sie im Frühling nach dem Winterschlaf einen intakten Lebensraum vorfinden. Dieser soll  den Tieren ein rasches Wiedererlangen der Kräfte, eine ungefährliche und ungehinderte Suche nach einem Partner, Unterschlupf für Ruhephasen sowie die Aufzucht der Jungen bieten. Der beste Igelschutz ist der Schutz ihres Lebensraumes. 

Achtung: Igel sind sehr reviertreu, weshalb es ihnen am Fundort am besten geht. Igeljunge und Igel verlassen tagsüber oft für kurze Zeit das Nest. Sie finden allein wieder zurück und sind unbedingt in Ruhe zu lassen.
 

So leben Igel

Im Jahresverlauf besiedeln Igelmännchen ein Revier von ca. 1 km2, Weibchen 5 bis 11 ha (= 7 bis 15 Fussballfelder). Da Igel Artgenossen tolerieren teilen sich mehrere ein Revier. Innerhalb ihres Territoriums legen sie beträchtliche Distanzen zurück, in einer Nacht bis zu 1.5 km. 

Igel werden durchschnittlich vier bis fünf Jahre alt. Ein Weibchen bringt pro Wurf vier bis sieben Junge zur Welt. Dreiviertel davon überleben jedoch nicht einmal das erste Lebensjahr. Diese hohe Sterberate ermöglicht dem Stacheltier, eines der ältesten Säugetiere zu sein; dies dank ihrer extrem hohen Anpassungsfähigkeit. 

Igel machen einen Winterschlaf, der bei uns etwa von Ende Oktober/anfangs November bis ca. April dauert. Sie bauen für die Winterruhe ein Nest aus Reisig und Laub. Während dieser Zeit nehmen sie keine Nahrung zu sich und verlieren 20 bis 40% ihres Gewichts. Deshalb müssen sie sich vorher Fettreserven aneignen (Mindestgewicht 450 bis 500 g).

Wann helfen?

Hilfe brauchen nur ernsthaft verletzte, kranke Igel (offensichtliche äussere Verletzungen, apathisch, mager, röchelnder Atem, zittern, eingefallene Augen) oder Igelbabys. Findet man blinde Igeljunge (Alter etwa 14 bis18 Tage), und zeigt sich auch nach mehrstündiger, vorsichtiger Beobachtung kein Muttertier, handelt es sich um Waisen. Es ist in jedem Fall zu bedenken, dass die Bereitstellung igelgerechter Lebensräume dem Igelschutz weit mehr dient, als die Pflege von schwachen und kranken Tieren, deren Überlebensaussichten ohnehin gering sind. Haben Sie den Verdacht, dass ein Igel krank oder verletzt ist, fassen Sie ihn bitte nicht mit blossen Händen an. Nehmen Sie Handschuhe oder ein Tuch, legen Sie den Igel in eine grosse Kartonschachtel, die Sie vorher mit Zeitungspapier ausgelegt haben. Notieren Sie sich den genauen Fundort sowie die Fundzeit und kontaktieren Sie schnellstmöglich einen Tierarzt oder das Tierheim an der Birs.
 

Tipps für den Igel Lebensraum

Igel sind als Wildtiere nicht auf menschliche Hilfe angewiesen. Im Siedlungsraum  bevorzugen sie reich gegliederte Gärten und Parks mit verwilderten Hecken. Gebüsche und Hecken aus einheimischen Sträuchern, Baumwurzeln oder ein Schuppen bieten den nachtaktiven Tieren tagsüber Unterschlupf und den Weibchen Schutz für die Aufzucht der Jungen. Holzstapel, Laub- und Reisighaufen ermöglichen die Anlage frostsicherer und trockener Winterverstecke.

Schichten Sie einen Teil des Strauch-, Hecken- und/oder Baumschnittes zu Haufen auf oder lassen sie diesen liegen. Der Heckenschnitt kann unter die Hecke gekehrt werden. Damit Igel genug Nahrung haben, vermeiden Sie häufiges Mähen und Düngen, da dies eine reichen Insektenwelt verunmöglicht. Aus einigen Ziegelsteinen und einem Brett kann eine Höhle gebaut werden. Natürlich kann auch ein Brett gegen eine Wand gestellt, mit einem Stein gesichert oder einfach ein Loch in das Kompostgitter geschnitten werden. Ist ein Igel in ein Versteck eingezogen, keinesfalls vor anfangs Mai stören. Neben Insekten verspeisen die Tiere gerne Schnecken. Schneckenkörner und andere Gifte sind für Igelfreunde tabu. Steilwandige Teiche oder Swimmingpools verfügen über einen igelgerechten Ausstieg oder werden zugedeckt. 

Der Igel findet sein Futter bis Ende Oktober selbst. In dieser Zeit sind sie gerne auch tagsüber unterwegs und keineswegs hilflos. Jungtiere können bis Ende Dezember aktiv bleiben. Die Aufnahme eines Igels in menschliche Obhut darf – wenn überhaupt – frühestens anfangs November geschehen. Igel mit Futter anzulocken ist falsch verstandene Tierliebe. Eine angepasste Fahrweise rettet Igel auf der Strasse.

Aufgefundene tote Igel

In der Regel können Tierkadaver an der Kadaversammelstelle der Gemeinde (Stadt) abgegeben werden. Bei vielen Gemeinden ist diese Stelle beim Werkhof eingerichtet.

Achtung: Tote Igel gehören weder in die Kehricht- noch in die Grünabfuhr.

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