Die Kälte hat die Schweiz fest im Griff

Auch die Schafe auf der Weide?

Wenn wir uns bei den aktuell ungewöhnlich eisigen Temperaturen nach draussen begeben, packen wir uns warm ein und fragen uns möglicherweise beim Anblick einer Schafherde auf der Weide, ob die armen Tiere nicht auch frieren.

Tatsächlich erhalten wir auch immer wieder Anfragen von aufmerksamen Spaziergängern die befürchten, dass Tiere, die auch im Winter auf der Weide anzutreffen sind, leiden.

Wir können Sie beruhigen, fühlen Schafe sich draussen nämlich viel wohler als im Stall. Die Freilandhaltung bietet ihnen eine an Reizen reiche Umwelt und ermöglicht ihnen, sich ausreichend zu bewegen und ihre arteigenen Verhaltensweisen auszuleben.

Das Schaf ist aufgrund seiner Wollbeschaffenheit und seiner Physiologie gut gegen Kälte geschützt. Das Wollvlies des Schafes vermindert mit zunehmender Länge der Wollhaare die Wärmeabgabe bei niedriger Umgebungstemperatur. Da die Luftzirkulation in der Wolle gering ist, verfügen Schafe über eine gute Wärmeisolierung. Die Talgdrüsen um die Haarfollikel sorgen für eine Einfettung des Wollhaares. Damit ist die Wolle wasserabweisend und das Schaf auch gegen Regen geschützt. Zudem verfügen Schafe über ein isolierendes Unterhautfettgewebe. Der Kälte begegnen Tiere mit einer erhöhten Stoffwechselintensität und längerfristig mit morphologischen Anpassungen, wie verstärktem Fellwachstum und Fettaufbau.

Sie haben bei Kälte aber auch einen erhöhten Energiebedarf und brauchen mehr Futter. Das heisst, Wasser und Futter müssen in ausreichender Menge und Qualität zur Verfügung stehen. Reicht das Futterangebot auf der Weide nicht aus, ist zuzufüttern. Sie benötigen mindestens zweimal am Tag Zugang zu frischem, sauberem Wasser sowie Mineralstoffen (z.B. Leckstein).

Auch wenn Schafe grundsätzlich wenig kälteempfindlich sind und bei einer Wollvliesdicke von etwa 3 cm problemlos bis zu Temperaturen von – 15 ° C im Freien gehalten werden können, gibt es klimatische Verhältnisse, die ihre Anpassungsfähigkeit übersteigen. Ein Tierhalter ist glücklicherweise von Gesetzes wegen angehalten, für seine Tiere eine Unterkunft zum Schutz vor der Witterung zu besorgen, in dem alle Tiere gleichzeitig Platz finden müssen. Bei extremer Witterung ist den Schafen ein künstlicher Unterstand anzubieten. Vom 1. Dezember bis zum 28. Februar ist den Tieren jederzeit ein künstlicher Unterstand anzubieten, ausgenommen an Tagen und Nächten mit trockener Witterung.

Am Donnerstag, 1. März 2018 sollten die Temperaturen steigen. Für die Schafe gerade rechtzeitig.


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