Igelfalle Kellertreppe

So können Sie den Igeln helfen, die letzten Wochen vor dem Winterschlaf gut zu überstehen

Die warmen Herbstabende werden von den Igeln genutzt, um sich nochmals ausgiebig auf Futtersuche zu begeben. Schliesslich müssen nun die Fettdepots für den kommenden Winterschlaf aufgefüllt werden. Die Igel nehmen während dieser Zeit ihr Revier auch etwas genauer unter die Lupe, um einen guten Schlafplatz zu finden. Dabei steigen (oder fallen) sie auch immer wieder Kellertreppen hinunter. Unten angekommen merken sie dann, dass die Stufen zu hoch sind, um aus eigener Kraft wieder hinauf zu steigen. Werden die Tiere nicht rechtzeitig bemerkt, verenden sie dort qualvoll infolge Futter- und Wassermangel.

Auch im Tierheim an der Birs wurden vergangene Woche entkräftete Igel abgegeben, welche aufmerksame Tierfreunde befreien konnten. Ein Jungtier war nach einer unbekannten Aufenthaltsdauer in einem Lichtschacht derart geschwächt, dass es umgehend erlöst werden musste.

So können Sie den Igeln helfen, die letzten Wochen vor dem Winterschlaf gut zu überstehen:

• Kontrollieren Sie Lichtschächte und Kellertreppen regelmässig auf hineingefallene Tiere.
• Sichern sie Lichtschächte mit einem engmaschigen Gitter, Häglein oder Brett ab, damit keine Tiere herunterfallen können.
• Stellen Sie eine ca. 20 cm breite Ausstiegshilfe in Form eines nicht zu glatten und nicht zu steil angestellten Holzbrettes in ungesicherte Lichtschächte hinein, damit hineingefallene Tiere selber wieder aussteigen können.
• Sichern Sie auch Treppen mit hohen Stufen mit einem Brett als Ausstiegshilfe.

Mit dem Entschärfen der «Fallen» in Haus und Garten helfen sie auch zahlreichen Fröschen, Molchen und Blindschleichen, die in dieser Zeit ebenfalls auf der Suche nach einem Ort für den Winterschlaf sind. Auch sie schaffen den Weg zurück nicht mehr alleine.

Im Tierheim können Igelhäuser für den Winterschlaf gekauft oder ausgeliehen werden. Mit Stroh und Laub eingerichtet, werden diese gerne für den Winterschlaf angenommen. Auch unter Laubhaufen schlafen Igel gerne. Wenn Laubhaufen entsorgt oder vor Ort verbrannt werden, muss zuvor stets kontrolliert werden, dass sich keine Tiere darin befinden – egal ob Igel oder Amphibien. Dafür schichtet man den Haufen einmal um. Dies sollte natürlich sofort nach dem Laubfall geschehen und nicht mitten im Winter, wenn die Tiere im Tiefschlaf sind.

Spätgeborene Igeljunge die unter 300 Gramm wiegen, dürfen gerne in unsere Igelstation an der Birsfelderstrasse 45 in Basel gebracht werden. Aus eigener Kraft werden sie in den nächsten Wochen ihr Gewicht kaum mehr auf die nötigen 500 Gramm bringen. Auch kranke und verletzte Tiere werden bei uns wieder für das Leben in Freiheit gesund gepflegt. Notfälle werden am besten direkt dem nächstgelegenen Tierarzt gebracht. Dieser verlangt für die Erstbehandlung üblicherweise keine Gebühr. So kann eine unnötig lange Leidenszeit verhindert werden.

Noch immer ist es extrem trocken, weshalb Larven und Kleintiere bis rund 40 Zentimeter unterhalb der Bodenfläche keine zu finden sind. Auch Schnecken sind rar. Sollte in Ihrem Garten ein ausgewachsener aber magerer Igel (300 – 500 Gramm) leben, können Sie ihn mit Katzennassfutter zufüttern. 170 – 200 Gramm Futter pro Abend sind eine gute Menge. Stellen Sie es Katzen- und Fuchssicher bereit. Milch, Gemüse und Früchte sind keine Igelnahrung und verursachen Durchfall, der das Tier weiter schwächt.

Bitte beachten Sie, dass gesunde Igel in die freie Wildbahn gehören. Sie benötigen unsere Hilfe nicht.


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